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Depotvergleich: So findest du das passende Depot

Ein Depotvergleich zeigt dir, welches Angebot zu deiner Art der Geldanlage passt. Hier erfährst du, worauf du achten kannst. Das ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung für ein Produkt.

Von Business Path · Aktualisiert am 7. November 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Depot brauchst du, um Wertpapiere zu kaufen, zu verkaufen und zu verwalten.
  • Filialbanken bieten Beratung, bei Direktbanken und Online-Brokern entscheidest und handelst du selbst.
  • Vergleiche Depotführung, Orderkosten, Fremdkosten, Sparpläne, Produktauswahl und Support. Wertpapiere können im Wert fallen, Verluste bis zum Totalverlust sind möglich.

Was ist ein Depot?

Ein Depot ist ein Konto für Wertpapiere. Damit kannst du Wertpapiere kaufen, verkaufen und verwalten. Ohne Depot geht das nicht. Viele legen Geld an, um fürs Alter vorzusorgen oder Vermögen für die nächste Generation aufzubauen.

Rechne dabei immer damit, dass Kurse auch fallen. Eine Garantie auf Gewinne gibt es nicht, und die Wertentwicklung der Vergangenheit sagt nichts über die Zukunft aus.

Keine Anlageberatung: Dieser Artikel erklärt Grundlagen. Er ersetzt keine Anlageberatung und empfiehlt weder ein Produkt noch einen Anbieter. Was zu dir passt, hängt von deinen Zielen, deinem Vermögen und deiner Risikobereitschaft ab.

Ein Depot ersetzt auch nicht dein Firmenkonto. Für den laufenden Zahlungsverkehr deines Handels schau in unseren Geschäftskonten-Vergleich.

Filialbank, Direktbank oder Broker: Wo eröffnest du ein Depot?

Du kannst ein Depot bei einer Filialbank, einer Direktbank oder einem Online-Broker eröffnen. Der größte Unterschied liegt in der Beratung.

Anbieter Beratung Vorteil Nachteil
Filialbank Persönlich durch einen Bankberater Ansprechpartner vor Ort, Ein- und Auszahlungen und andere Bankgeschäfte an einer Stelle Die Bank stellt vor allem eigene Angebote vor, und die sind nicht automatisch die günstigsten
Direktbank Keine Anlageberatung, Kontakt online oder per Chat Du erledigst alles selbst und online Du handelst auf eigene Verantwortung
Online-Broker Keine Anlageberatung Oft größere Auswahl an handelbaren Werten, Zugriff per App oder Software Du handelst auf eigene Verantwortung, der Support ist je nach Anbieter unterschiedlich

Wer ein Depot bei einer Direktbank oder einem Broker eröffnet, muss selbst aktiv werden. Das kann zum Nachteil werden, wenn du nach der Eröffnung Fragen hast oder es ein technisches Problem gibt. Ein guter Support ist deshalb wichtig, denn in solchen Momenten geht es um dein Geld. Wenn du dir einen festen Ansprechpartner wünschst, kommt eher eine Filialbank infrage.

Was ist eine Direktbank?

Eine Direktbank ist eine Bank ohne Filialnetz, bei der du deine Geschäfte selbstständig online erledigst. Filialen kosten Miete, Personal und Instandhaltung. Viele Banken haben deshalb Standorte geschlossen oder zusammengelegt und Angebote ins Internet verlegt.

Bei Direktbanken läuft der Kontakt über Chat oder andere Online-Kanäle. Das gilt auch für Fragen zu Girokonto, Tages- und Festgeld, Darlehen oder Wertpapieren.

Was kannst du über ein Depot handeln?

Über ein Depot handelst du je nach Anbieter Aktien und weitere Anlageformen:

  • Anleihen
  • Zertifikate
  • ETFs
  • Fonds
  • Sparpläne
  • Je nach Anbieter auch Währungen und CFDs

Die Risiken unterscheiden sich stark. Bei CFDs vergrößert der Hebel mögliche Verluste im Verhältnis zum eingesetzten Geld. Die BaFin hat deren Vertrieb an Privatanleger deshalb beschränkt. Prüfe bei jedem Produkt die Basisinformationen des Anbieters und kaufe nichts, was du nicht verstehst.

Welche Kriterien gehören in den Depotvergleich?

In den Depotvergleich gehören vor allem die Kosten, die zu deinem Verhalten passen. Wer selten kauft, schaut auf andere Punkte als jemand, der oft handelt. Lege deshalb zuerst fest, was du vorhast, und vergleiche dann.

Kriterium Das solltest du prüfen
Depotführung Ist sie dauerhaft kostenlos oder an Bedingungen geknüpft, zum Beispiel an einen laufenden Sparplan?
Orderkosten Was kostet ein Kauf oder Verkauf bei deiner üblichen Summe?
Fremdkosten und Handelsplatz Kommen Börsengebühren oder Pauschalen dazu? Wo wird deine Order ausgeführt?
Sparpläne Was kostet eine Ausführung, und welche ETFs und Fonds sind dabei?
Produktauswahl Gibt es die Wertpapiere, die du handeln möchtest?
Support und Bedienung Wie erreichst du den Anbieter, und passt die App oder Software zu dir?

Ein Depot mit 0 € Grundgebühr ist nicht automatisch das günstigste. Auch Spreads und Fremdkosten zählen. Achte außerdem auf neue Preismodelle: Seit Juli 2026 dürfen Broker in Deutschland keine Rückvergütungen für die Orderweiterleitung (Payment for Order Flow) mehr annehmen. Das hat besonders Neobroker getroffen, sie mussten ihre Ausführung umstellen.

Welche Anbieter gibt es?

Bekannte Namen am Markt sind zum Beispiel Trade Republic, comdirect und flatex. Diese Aufzählung ist keine Rangliste und keine Empfehlung. comdirect ist heute eine Marke der Commerzbank.

Preise nennen wir hier bewusst nicht, weil sie sich oft ändern und vom Handelsplatz und Produkt abhängen. Vergleiche sie direkt im aktuellen Preisverzeichnis des Anbieters.

Die onvista bank ist keine Option mehr. Ihr regulärer Geschäftsbetrieb wurde zum 31. August 2025 eingestellt.

Wie sicher ist dein Depot, wenn die Bank pleitegeht?

Wertpapiere im Depot bleiben dein Eigentum, auch wenn die Bank insolvent wird. Laut BaFin kannst du dann die Herausgabe verlangen oder das Depot zu einem anderen Institut übertragen, sofern die Papiere nicht als Kreditsicherheit dienen.

Geld auf dem Verrechnungskonto ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde und Bank geschützt. Forderungen aus Wertpapiergeschäften sichert die gesetzliche Anlegerentschädigung zu 90 %, höchstens bis 20.000 €. Vor Kursverlusten schützt das alles nicht. Prüfe außerdem, wo dein Anbieter seinen Sitz hat und welches Sicherungssystem gilt.

Bevor du dein Vermögen anlegst, sollte dein Betrieb selbst abgesichert sein. Für dein Lager findest du das in unserem Ratgeber zur Geschäftsinhaltsversicherung.

Häufige Fragen

Welches Depot ist das beste?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Es hängt davon ab, wie oft du handelst, was du handeln möchtest und ob du Beratung brauchst. Wir sprechen keine Empfehlung aus.

Ist ein kostenloses Depot wirklich gratis?

Meist bezieht sich das nur auf die Depotführung. Für Orders, Handelsplätze oder Spreads können trotzdem Kosten anfallen. Bei manchen Anbietern ist die kostenlose Führung außerdem an Bedingungen geknüpft.

Kann ich mein Depot wechseln?

Ja. Der Übertrag selbst ist in Deutschland laut Finanztip kostenlos, der Anbieter darf aber Kosten Dritter weitergeben. Bruchstücke von Anteilen lassen sich meist nicht übertragen und müssen verkauft werden.

Ist dieser Artikel eine Anlageberatung?

Nein. Er erklärt Grundlagen und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Wir versprechen keine Renditen. Wertpapiere können an Wert verlieren, auch ein Totalverlust ist möglich.

Quellen: BaFin: Einlagensicherung und Anlegerentschädigung · BaFin: Allgemeinverfügung zu CFDs · comdirect: Informationen zur onvista bank · t3n: PFOF-Verbot und Neobroker · Finanztip: Kosten beim Depotwechsel

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